Ein Ort, der Unverdautes speichern kann.
Der Blinddarm liegt am Ende des Dünndarms und am Beginn des Dickdarms. Alles, was Ausgeschieden bzw. Losgelassen werden muss, muss an ihm vorbei und in den Dickdarm, um von dort aus über den Enddarm ausgeschieden werden zu können.
Unser Darm verdaut alle Nahrung, welche er bekommt. Das bedeutet nicht nur, dass das, was wir Essen über den Darm verdaut wird, sondern auch alle Emotionen und alles, was man am Tag erlebt hat, wird über den Darm verdaut. Das ist alles in allem eine große Menge, welche täglich von unserem Darm verdaut werden darf. Dabei spielt die Verdauung des Essens, im Verhältnis eine kleinere Rolle als das Verdauen von all den Gefühlen und all dem Erlebten.
Natürlich spielt auch die Qualität des Essens eine Rolle, doch tatsächlich ist es fast wichtiger, wie man das Essen aufnimmt. Also welche Umstände sind gegeben. Isst man in Eile, oder findet ein Streit während des Essens statt, oder werden andere schwierige Themen während des Essens besprochen. All diese Umstände beeinflussen die Verdauung und machen das eigentliche Essen noch schwerer verdaubar. Zu all diesen Vorgängen, welche der Darm verdauen darf, kommen noch die Eindrücke, ja das Leben, was nicht immer rosarot und leicht ist. Gefühle, verletzende Worte, oder Taten, auch das darf unser Darm verdauen und loslassen. Dafür benötigt er Zeit, um all das Verdauen zu können, welche sich die meisten nicht geben. Hat er zu wenig Zeit und Raum, das alles zu verdauen, müssen diese Informationen als unerledigte Aufgaben abspeichern.
Was ist, wenn unser Blinddarm, zumindest teilweise ein Speicherort für all dieses noch nicht Verdaute ist, was wir mit uns herumtragen? Wenn er durch Entzündung zeigen möchte, stopp hier sollte etwas dringend verdaut werden? Was wenn er der Stellvertreter, ja das Sprachrohr für viele unverdauten und nicht losgelassenen Gefühle oder Traumen ist? So kann man Blinddarmreizungen, oder Bilddarmentzündungen, oder auch Darmerkrankungen nochmal neu und aus einer anderen Sicht heraus betrachten. Die Erlebnisse und die täglichen Eindrücke müssen mit verdaut werden. Dafür darf man sich Zeit nehmen und den Darm positiv unterstützen.
Hier darf man sich wieder mehr Achtsamkeit schenken. Denn für die Verdauung ist es wichtig, ob Nahrung in Liebe, Wertschätzung und Ruhe aufgenommen wird oder nicht. Mit Stress kann man nicht ordentlich verdauen oder loslassen. Im Gegenteil in Stresssituationen, Angst, Wut Trauer, Gefahr…, schaltet der Körper auf Sparflamme und verdaut nur das notwendigste, der Rest bleibt liegen. Macht man das über Jahre staut sich so viel an und ein Reizdarm kann eine Folge davon sein.
Wir dürfen lernen, dass Essen etwas Besonderes ist. So wie unser ganzes Leben, etwas Besonderes ist. Je mehr wir es uns Wert sind, jeden Tag nochmals Revue passieren zu lassen und uns erlauben schwere Themen wirklich aufzuarbeiten und zu verdauen, desto besser geht es unserem Darm/ Blinddarm. Denn wenn ein Blinddarm entfernt werden muss, weil es nicht mehr anders geht, meinst du, dass all die Themen, welche dazu geführt haben, dass er entfernt werden muss, mit entfernt wurden? Nein, sie sind nur verdeckt unter einem Schleier. Das Symptom ist entfernt, aber nicht die Ursache.
Deshalb ist es wichtig, die unverdauten Gefühle, Traumen oder Eindrücke dahinter mitanzusehen und sie loslassen. Achtsam mit sich selbst umzugehen, was man isst und unter welchen Umständen man isst. Und den Tag zu verdauen, in dem man in Ruhe Revue passieren lässt. Ein Öl, welches dich dabei zusätzlich sehr gut begleiten kann, ist Zengest. Es begleitet die Verdauung auf emotionaler und körperlicher Ebene und kann dich positiv unterstützen,
Sei es dir wert, dass dein Darm wieder alles verdauen kann. Sei es dir wert, dass du alles, was du am Tag erlebt hast, verdauen darfst, und gebe dir dafür einen Moment der Stille.
Von Herzen
Ingrid
