Unser Leben verläuft in Zyklen. Wir sind alle zyklische Wesen. Frauen sind oftmals stärker an das zyklische Leben erinnert als Männer. Das hat einen einfachen Grund, denn schon die Periode ist ein Zyklus.
Jede Seele ist eingebettet in verschiedene Zyklen. Wenn wir uns auf sie einlassen, dann verstehen wir uns selbst und unser Leben viel besser.
Jeder Mensch durchläuft seine Entstehung im Bauch seiner Mutter, das Heranreifen zu einem Menschen, der Selbstständig Atmen kann und lebensfähig ist. Das ist der erste Zyklus. Es folgt die Kindheit, die Jugend, das Erwachsen sein und der Übergang in den Kreis der Weisen. All das sind Zyklen, die jeder Mensch durchläuft. Sie gehen ineinander über, wobei die Übergänge oft fließend sind und manchmal schon ein neuer Zyklus beginnt, während ein anderer vollendet wird.
Viele Zyklen bauen sich auf, am Beginn ist die Energie für die Erschaffung, dann folgt die Blüte, die Erntezeit und das Loslassen. Sind wir uns dessen bewusst, ist es logisch, dass niemand den ganzen Tag und das ganze Jahr eine gleichbleibende Energie aufbringen kann. Unser Energieniveau verläuft wellenartig. Genauso wie die Jahreszeiten, auch sie bauen sich aufeinander auf. Jede Jahreszeit hat einen besonderen Schwerpunkt. Doch das Jahr ist nur vollendet, wenn jeder Zyklus abgeschlossen ist. Dieser große Jahreszyklus, spiegelt sich in einem Tag, in unseren inneren Kreisläufen und in unserem Leben immer und immer wieder.
Die westliche Welt ist bestimmt von einer linearen Zeitrechnung und hebelt regelmäßig Zyklen aus. Das hat zur Folge, dass viele Zyklen unvollendet bleiben, was sehr große Auswirkungen auf unser Leben hat. Denn alle Zyklen die unvollendet bleiben, halten Energie, Wissen, Entfaltungen, Fähigkeiten und Potenziale zurück. All das ist gefangen in einer Warteschleife. So entsteht in vielen Menschen das Gefühl, dass etwas fehlt, etwas unfertig ist oder sich derjenige schlichtweg im Mangel fühlt.
Jede Seele möchte diese Gefühle ausgleichen und auffüllen, denn Leere und Mangel fühlen sich nicht gut an. Sie machen Angst, und der Gedanke besser, schneller weiter zu sein, wie der andere wird entfacht. Das bedeutet, der Mensch beginnt sich am Außen zu orientieren. Was machen die Menschen um mich herum, was kann ich besser als sie, oder brauche ich das gleiche oder noch mehr von dem, was die anderen haben. So entsteht ein immer größeres Mangelbewusstsein und das Gefühl, dass es zu wenig gibt, wird genährt. Je mehr Menschen sich so fühlen und sich in dieses Gefühl einklinken umso größer und sichtbarer wird der Mangel für sie. Der Wettkampf, besser zu sein oder mehr zu haben, entsteht. Alles auf Grund von unvollendeten Lebenszyklen und dem Gefühl immer gleich gut, sein zu müssen. Immer das Beste geben zu müssen. Ein permanentes Denken, Nachdenken über alles und Jeden ist die Folge. Denken entspricht auch der linearen Struktur. Wenn man ständig denkt, dann ist das Empfangen schwer möglich. Jeder der sich schon einmal in einem Gedankenkarussell befunden hat, weiß wie schwer es ist, dort wieder herauszukommen. Viele Menschen befinden sich unbewusst immer in einem solchen Karussell, denn sie versuchen alles zu erdenken. So kommt auch dieser Zyklus von denken, fühlen und empfangen nicht in die Vollendung.
Doch genau das ist nicht vorgesehen. Das zeigt uns die Natur regelmäßig. Auch sie lebt zyklisch. Auf das Frühjahr kommt immer der Sommer, dann die Ernte und am Ende der Winter. Jede Jahreszeit hat einen besonderen Fokus. So wie jeder Tag mit dem Sonnenaufgang beginnt, wo sich alle Blumen öffnen, mittags die größte Wärme da ist und abends alles müde ist und sich zur Ruhe legt. Der gleiche Zyklus wie der Jahreszyklus, findet also auch an jedem Tag statt. Genau denselben Zyklus tragen wir somit auch in uns. Das bedeutet, morgens haben viele Menschen, die meiste Energie und abends sind, sie müde. Dadurch lässt sich erkennen, dass viele Arbeitszeiten entgegengesetzt arbeiten zu den Zyklen, welche in uns Menschen angelegt sind. Kann ein Zyklus lange Zeit nicht abgeschlossen werden, sorgt das dafür, dass dieser Mensch krank wird, denn unvollendete Zyklen sind Energieräuber.
Ein weiterer Zyklus, welchen wir in der Natur sehen, ist der Mondzyklus, an welchen der weibliche Zyklus in seiner Urform gebunden ist. Auch hier baut sich der Mond auf bis zum Vollmond auf und nimmt dann wieder ab, bis der Zyklus dann wieder von neuem startet. Das gleiche zeigt eine Frau. Am Beginn ihres Zyklus hat sie sehr viel Energie und ist eine Macherin. Das steigert sich hoch bis zum Eisprung, in dem sie so viel Energie hat, dass die Möglichkeit besteht, dass sie empfängnisbereit ist. Egal ob sie nun schwanger wird oder ihre Monatsblutung bekommt, ist hier die Phase der Ruhe, des Rückzuges, um sich zu reinigen oder das Einnisten des Fötus zu begünstigen. Somit sind alle Jahreszeiten in einem zyklischen Monat wieder zu finden. Wird dieser Zyklus nicht vollendet, weil die Frau in ihrer Reinigungsphase trotzdem 100 Prozent geben muss, sorgt das für körperliche Beschwerden. PMS oder auch schmerzhafte Blutungen, niedrige Eisenwerte, sie kann nicht schwanger werden etc., um ein paar Beispiele zu nennen. Es kann auch sein, dass Hormone, welche dringend benötigt werden, damit ein neuer Mensch heranwachsen kann, nicht genügend da sind. So ist die Frau wieder im Mangel eingeklinkt und nicht in der Fülle.
So ist der Hormonhaushalt einer Frau ein Zyklus, welcher dafür sorgt, dass neues Leben auf der Erde entsteht. Damit dies möglich ist, benötigen wir diesen zyklischen Ablauf, welcher wellenartig ist, es baut sich was auf und dann wieder ab. Auf eine aktive Phase, folgt immer eine ruhigere Phase.
So kann man erkennen, dass jeder noch so kleine, anscheinend unwichtige Zyklus, wichtig ist. Sein Rhythmus und seine Gestalt sind immer ähnlich aufgebaut, und alle Zyklen sind da, damit sie vollendet werden.
Berücksichtigen wir also, dass wir zyklische Wesen sind und dass ein Zyklus unterschiedliche Energien in sich trägt, an welche wir uns halten sollten, wäre immer genug für alle da, jeder kann in seinem Tempo seine Zyklen durchleben und ist immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort.
Mit diesem Wissen fällt es leichter, sich diesen natürlichen Zyklen wieder anzupassen. Gleichzeitig wird deutlich, dass es oft an unvollendeten Zyklen liegt, warum viele Menschen nicht vollständig gesund sind, oder weniger Lebenskraft haben, oder emotional/ psychisch in einer Sackgasse stecken.
Doch jeder unvollendete Zyklus, kann auch jetzt noch vollendet werden. Alles andere wäre sinnlos. Wir sind Schöpferwesen und können immer alles in Veränderung, oder in Vollendung bringen. Somit kann Wissen, oder Fähigkeiten / Potenziale, welches noch in einer Warteschleife feststeckt, aber für das weitere Leben wichtig ist, durch das Vollenden der offenen Zyklen befreit werden und wieder genutzt werden.
Dies gilt für alle unvollendeten Zyklen, denn auch in vergangenen Inkarnationen können Zyklen unvollendet sein. Es können auch Zyklen der Ahnen unvollendet sein, auch das hat Auswirkungen auf unser Leben. Denn an jedem Ende einer Inkarnation kommt die Phase des Rückzugs, die Innenschau und das Verbinden mit der höheren Macht, mit Gott, sowie das Weitergeben von Wissen für die nächste Generation. Dieser Rückzug spiegelt den Winter, alles wird nochmals überdacht, sortiert, gereinigt, mit Information und Wissen versorgt und mit allem, was ist verbunden. Der Winter, was immer das Ende eines Zyklus spiegelt, findet jede Nacht, an jedem Jahresende, etc. und an jedem Ender einer Inkarnation statt. Somit haben auch unsere Ahnen einen großen Einfluss auf unser Leben oder unsere Gesundheit, man denke an alle Erbgeschichten.
All das darf nun neu betrachtet werden, mit dem Wissen, dass Zyklen auch jetzt noch vollendet werden können. Es gibt einen neuen Blickwinkel, warum wir manchmal diese oder jene Erkrankung haben, feststecken oder schon Dinge von den Ahnen vererbt bekommen haben. Nimm sie an als einen Hinweis darauf, dass dort noch etwas in Vollendung gebracht werden möchte.
Nutze dafür all die Möglichkeiten, welche dir bekannt sind. Ob energetisch, oder durch Massagen oder durch ätherische Öle, oder das, was du selbst kennst oder machst.
Du bist ein Schöpfer und ein zyklisches Wesen, wenn du deine Gedankenkraft darauf lenkst, dass immer alles möglich ist, dann ist es das auch und du kannst Teil dieser Wunder und dieser wundervollen Welt sein, welche sich gerade befreit von all dem Schmerz.
Es geht immer darum, dass man seinen Blickwinkel verändert und sich aus seiner Komfortzone heraus bewegt. Wenn du also wirklich eine Veränderung erreichen möchtest, dann es ist manchmal unumgänglich, dass man neue Wege geht und sich selbst mehr Kraft, Macht und Kompetenz erlaubt. Das Leben ist zyklisch, kein Tag gleicht dem anderen. Ständig ist alles in Bewegung, also warum sollte es Sinn machen an alten Wahrheiten festzuhalten? Erlaube dir, dass du deine Wahrheit findest und diese lebst. So bin ich auf all das gestoßen, denn diese lineare Welt, in der alles immer gleich funktionieren soll macht für mich keinen Sinn und ist für mich unwahr.
Von Herzen
Ingrid


