Diese Frage ist sehr spannend, findest du nicht? Denn wie oft denken wir, dass wir fühlen und tun es doch nicht. Es gibt so viele Emotionen, welche gefühlt werden sollten. Doch viele werden einfach nicht gefühlt und nicht gelebt.
Manche Emotionen waren zu laut oder zu mächtig und durften deshalb nicht gelebt werden, manche Emotionen zu leise, wodurch sie unscheinbar wurden und übergangen wurden.
Bei allem, was wir tun, ist irgendeine Emotion dabei. Wir tun nichts ohne Emotion. Wenn jemand emotionslos scheint, dann ist das nur auf den ersten Blick so. Entweder derjenige durfte lange Zeit seine Emotionen nicht fühlen und weiß nicht mehr wie fühlen geht oder er kontrolliert seine Emotionen ganz bewusst.
Es ist nicht so, dass die Menschheit keine Emotionen mehr fühlt, doch es ist gedämpft. Viele Emotionen werden wie durch einen Schleier wahrgenommen oder sind nicht mit dem ganzen Körper fühlbar. Die meisten Gefühle werden nur oberflächlich gefühlt.
So kann man gut in einem solchen System leben.
Doch jetzt gibt es immer mehr Kinder, welche tiefe Gefühle haben. Kinder die Emotionen leben, welche die Erwachsenen überfordern. Es schmerzt die Erwachsenen, dass ihr Kind seine Gefühle so subtil, ehrlich, in ihrer ganzen Tiefe und sofort, wenn es dieses Gefühl fühlt, mitteilt.
Der Erwachsene wird unterbewusst daran erinnert, dass er dieses tiefe, ehrliche Gefühl kennt und auch mal gelebt hat. Je nachdem, was er selbst erlebt hat, beim Fühlen und Leben seiner Emotion, kann er sein Kind in dessen erleben, begleiten oder nicht. Wurde ihm selbst verboten solch tiefe Emotionen zu leben, dann kann er dies seinem Kind auch nicht erlauben. Nun kann er das Kind maßregeln, was gleichzusetzten ist mit Grenzüberschreitung, emotional Erpressen, oder nicht.
Denn wenn man jemandem verbietet sein Gefühl zu äußern, dann ist das, so hart es klingen mag, eine Grenzüberschreitung. Warum? Wenn ich jemandem verbiete vor allem einem Kind seine Emotionen selbst zu erfahren und zu leben, weil ich getriggert bin, dann ist es nicht meine Aufgabe die Emotion des Kindes zu unterbinden, sondern zu schauen, warum ich es nicht ertrage, dass jemand seine Emotionen lebt.
Da wir wie gesagt ständig Emotionen haben, bei allem, was man tut oder riecht, ist es für ein Kind wie ein Spießrutenlauf hier ohne Schaden durchzukommen. Es liegt leider nicht am Kind. Es liegt an den Menschen, welche ihre eigenen Emotionen unterdrücken, kontrollieren, ablegen oder verstecken mussten oder immer noch so leben.
Jeder von uns war einmal ein Kind und viele durften Emotionen nur kontrolliert „ausleben“. Also dann, wenn alle gute Laune hatten, oder die Emotionen keinen Schreianfall oder Wutanfall bedeuteten. Ausgelassenes Lachen oder was auch immer. Alles was, so übertrieben wirkt sind manchmal einfach ganz tiefe und ehrliche Emotionen. All diese Stimmungen, Emotionen, die einfach gelebt werden, triggern andere Menschen. Doch sie triggern nur deshalb, weil in diesen Menschen irgendwo noch ein Schmerz ist, der mit dieser ungelebten Emotion in Verbindung steht, welcher angesehen werden möchte. Einen Teil von dir, der auch so aus dem Moment heraus seine Emotionen leben möchte. Oder einfach nur alle bisher ungelebten, versteckten, nicht erlaubten Emotionen, leben möchte.
Deshalb neigen, so viele dazu diese gelebten Emotionen zu verabscheuen und sie nicht nur bei sich selbst, sondern auch bei anderen zu unterbinden. Doch das steht einem ehrlich gesagt nicht so ganz zu.
Das Gegenüber darf seine Emotionen erst einmal mitteilen, so wie er sie fühlt. Hier darf man ganz genau hin fühlen und sehr achtsam sein.
Emotionen müssen wieder gelebt sein, dadurch wissen wir, wer wir sind, was uns Freude bereitet und warum es sich lohnt hier auf der Erde zu sein. Ja was dich ausmacht und worin du so gut bist. Das spürst du alles nur durch das Gefühl. Es gibt Gefühle/ Emotionen da geht dir das Herz auf und das ist so wichtig, dass du diesen Moment spürst. Wenn Emotionen unterdrückt werden oder nicht gelebt, dann fehlt genau das. Deshalb gilt es im Umgang mit Emotionen toleranter zu werden und bei sich selbst zu beginnen.
Du siehst es geht darum die eigenen Grenzen zu erkennen und wertzuschätzen und gleichzeitig die des anderen. Doch das funktioniert nur, wenn erstmal jeder wieder fühlt. Und fühlen, das lernt man so sehr gut und so tief mit ätherischen Ölen. Da jedes Öl einen Geruch hat und jeder Geruch mit einer Emotion verknüpft ist.
Es ist ein Weg, über den Geruchssinn, das Fühlen neu zu entdecken und somit sich selbst neu kennenzulernen. Ungelebte Emotionen wieder zu entdecken und sie wieder fühlen können. So können viele Probleme gelöst werden. Auf körperlicher Ebene und auf der psychischen, geistigen und Seelenebene. Ganz leicht und in deinem Tempo öffnest du dein Herz, erst für dich und dann für die ganze Welt. Du fühlst dich, die Welt und füllst dich wieder mit Leben, mit deinen von dir gelebten Emotionen. Das macht das Leben so viel bunter und lebendiger.
Von Herzen
Ingrid


